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Europa-Akademie

Datum:

vom 9. bis 18. September 2022

Preis

p. P. im DZ
1 390,00

EZZ

210.00
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Reisende - 1. Person*
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Reisende - 2. Person
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Reiserücktritt-Versicherung
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mit Selbstbeteiligung (20%)
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Meine Buchungswünsche:
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Diese  Reiseanmeldung ist ohne Unterschrift verbindlich.  Die Reise- und Zahlungsbedingungen des Reiseveranstalters, die unter www.schlesien-heute.de, Senfkorn Reisen, eingesehen werden können, habe ich zur Kenntnis  genommen.  Hiermit  erkläre  ich,  dass  ich  für  die Verpflichtungen der von mir angemeldeten Reiseteilnehmer gegenüber dem Reiseveranstalter wie für meine eigene einstehen werde.

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Reiseleitung:

Alfred Theisen, Iza Liwacz

Mindestteilnehmerzahl:

25 Personen

Abfahrt:

Transfer ab Berlin, Dresden, Görlitz, Abholung ab Flughafen Breslau

Anmeldeschluss:

20. Juli 2022

Vorträge, Ausflüge, Gesprächsabende und Konzerte mit Breslau, Oppeln, Kattowitz, Gleiwitz, Neisse, Oberglogau, Sankt Annaberg, vielen Schlössern und Kulturfestival der Deutschen in Polen in Breslau Es laden ein: „Schlesien heute“ und Stiftung Haus Oberschlesien

Wir laden zu harmonischen Tagen der Begegnung, Bildung und Behaglichkeit in Oberschlesien ein. Ziel ist es, diese hierzulande immer noch viel zu unbekannte Region mit ihren Landschaften, Attraktionen, kulturhistorischen Leistungen, ihrer spannenden Geschichte und ihren unterschiedlichen Volksgruppen vorzustellen, vor allem die dort verbliebenen Deutschen. Der Start wird in Breslau sein, wo der Besuch des ganztägigen Kulturfestivals der Deutschen Minderheit in der Breslauer Jahrhunderthalle am 10. September 2022 vorgesehen ist.
Von dort geht es dann weiter nach Oberschlesien, wo wir mit Vertretern der dort lebenden Deutschen und Zeitzeugen wie Erzbischof Alfons Nossol und Heinrich Kroll zusammentreffen, Exkursionen unter anderem nach Kattowitz, Oppeln und Gleiwitz durchführen und gleich eine ganze Reihe von prächtigen Magnaten-Schlössern - Moschen, Plawniowitz, Alt Tarnowitz und Wiegschütz besuchen. Erleben Sie unvergessliche Stunden mit spannenden Begegnungen, Exkursionen, Vorträgen, Musik und Literatur in exklusiver Runde.

Senfkorn Reisen - Alfred Theisen
Brüderstraße 13, 02826 Görlitz
Tel. (03581) 40 05 20, Fax (03581) 40 22 31
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Leistungen:

  • 9 Übernachtungen mit Frühstück im ****Hotel
  • 8x Abendessen
  • 1 x Oberschlesischer Abend mit Buffett und Musik
  • Alle Eintritte, Vorträge, Gesprächsabende, Konzerte und Führungen
  • Kulturfestival der Deutschen in Polen (Jahrhunderthalle, Breslau)
  • Rundumbetreuung durch SenfkornReisen

Mittagessen sowie Getränke sind nicht im Reisepreis enthalten.

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1. Tag

Freitag, 9. September: Breslau
Wir starten am frühen Morgen in Berlin und Dresden mit Zustieg in Görlitz und fahren in Richtung Breslau. Auch die direkte Anreise nach Breslau ist möglich. Breslau, Kulturhauptstadt Europas 2016, ist in den vergangenen Jahren zu einer der faszinierendsten Städte Europas und einem der beliebtesten Reiseziele der Deutschen geworden. Während des Stadtrundgangs in Breslau lernen wir die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte der Stadt kennen. Am Abend begrüßen die Vertreter der Stiftung Haus Oberschlesien und von „Schlesien heute“ die Teilnehmer der Europa-Akademie.

2. Tag

Sonnabend, 10. September: Kulturfestival der Deutschen in Polen
An diesem Tag besuchen wir die Jahrhunderthalle, das Unesco-Welterbe  eine gigantische Betonpracht von 1913. Auf dem Gelände der Jahrhunderthalle findet an diesem Tag das Kulturfestival der Deutschen Minderheit in Polen mit Ausstellungen, Konzerten, Ansprachen, Informations- und Verkaufsständen statt. Nach dem Auftritt eines bekannten deutschen Schlagerstars zum Ende und Höhepunkt des Programms fahren wir am frühen Abend nach Oppeln, wo wir die nächsten Tage in einem attraktiven Vier-Sterne-Hotel Quartier beziehen.

3. Tag

Sonntag, 11. September: Oppeln, Sankt Annaberg, Groß Stein
Am Sonntagmorgen starten wir zu einem Stadtrundgang in Oppeln (Opole). Die Stadt an der Oder war Jahrhunderte Residenz der oberschlesischen Piasten, später Sitz der habsburgischen sowie der preußisch-deutschen Landesregierungen. Heute ist Oppeln wieder Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft und der deutschen Minderheit in Polen, die aber weniger in der Stadt als auf den Dörfern der Umgebung zuhause sind. Hier stellen Sie heute mehrere Landräte und etwa 30 Bürgermeister von Verbandsgemeinden. Ähnlich wie Görlitz gewann Oppeln seinen Glanz durch die Lage an einem größeren Fluss an der via regia. Bei einem Stadtrundgang lernen wir den Ring mit gewaltigem Rathaus, den Universitätsberg und weitere Attraktionen kennen.
Danach besuchen wir zunächst den Sankt Annaberg (Góra św. Anny), kirchlich und zeitgeschichtlich der spannendste Ort in Oberschlesien. Hier kämpften vor 100 Jahren im Gebietsstreit nach 1921 Deutsche und Polen gegeneinander. Hier kamen bis zu deren Verbot 1940 Zehntausende zu den Männerwallfahrten, Symbol eines beeindruckenden Volkswiderstandes gegen die Nationalsozialisten, die hier ihre schwächsten Wahlergebnisse erzielten. Hier fand Anfang Juni 1989 nach Jahrzehnten der sowjet-polnischen Unterdrückung wieder der erste Gottesdienst in deutscher Sprache statt. Wir besuchen eine der größten Freilichtbühnen Europas und wandern auf den Gipfel des Berges zur Wallfahrtsbasilika, wo wir am deutschsprachigen Gottesdienst teilnehmen können.
Danach fahren wirzum nahen Schloss Groß Stein (Kamień Śląski), ein durch die Diözese Oppeln im Einvernehmen mit den früheren Besitzern, den Grafen von Strachwitz, musterhaft wiederaufgebauter Adelssitz. Hier entstand 2005 das moderne Kneipp-Kurzentrum Sebastianeum Silesiacum. Groß Stein hat als Kur- und Wallfahrtsort - der heilige Hyazinth wurde hier geboren - sowie theologisches und wissenschaftliches Zentrum überregionale Bedeutung. Nach der Besichtigung des Schlosses treffen wir beim Abendessen Erzbischof Alfons Nossol, einem herausragenden Zeitzeugen und Brückenbauer zwischen Polen und Deutschland. Danach fahren wir zurück zu unserem Hotel in Oppeln.

4. Tag

Montag, 12. September: Deutsche Minderheit in Oberschlesien
Vormittags findet eine Gesprächsrunde mit Rafal Bartek, führender Repräsentant der Deutschen in Polen, über die Situation und Perspektiven der deutschen Minderheit statt.
Nach einer individuellen Mittagspause am Oppelner Ring besuchen wir zunächst das Museum zur Geschichte der Deutschen Minderheit in Polen und anschließend die bilinguale Eichendorff-Zentralbibliothek mit dem Forschungszentrum der Deutschen Minderheit. Nach dem Abendessen besteht freie Zeit für individuelle Begegnungen und Erkundungen der Oppelner Altstadt.

5. Tag

Dienstag: 13. September: Gleiwitz, Schlösser Plawniowitz und Wiegschütz
Auf dem Weg nach Gleiwitz besuchen wir zunächst Schloss Plawniowitz (Pławniowice). Der letzte adelige Besitzer, Graf Nikolaus Ballestrem, starb im Februar 1945 auf der Flucht vor der Roten Armee bei dem Bombardement Dresdens. Nach 1945 diente der Magnatensitz zunächst als Nonnenkloster und Erholungszentrum. Seit 1992 gehört der gesamte Komplex der Diözese Gleiwitz, die das heruntergekommene Baudenkmal umfassend sanierte. Heute befindet sich dort ein Bildungs- und Begegnungszentrum der Diözese Gleiwitz.
Von dort fahren wir weiter nach Gleiwitz (Gliwice), einer Stadt die nach 1922 das Zentrum des bei Deutschland verbliebenen Teiles des oberschlesischen Reviers bildete. Seit 1925 hatte Gleiwitz einen Flughafen und einen Rundfunksender, der zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges eine traurige Berühmtheit erlangte und heute wieder eine touristische Attraktion darstellt. Bis heute verfügt die Stadt über ein gut erhaltenes Stadtbild innerhalb der alten Stadtmauern, das wir bei einem Rundgang mit der Wilhelmstraße, dem Ring und weiteren Attraktionen kennenlernen.
Nach einer individuellen Mittagpause im Stadtzentrum besuchen wir das neue Jüdische Museum in Gleiwitz, was über den Werdegang, Leistung und Schicksal der Juden in Oberschlesien informiert.
Zum Abendessen fahren wir zu dem liebevoll restaurierten Schloss Wiegschütz (Większyce) bei Kandrzin-Cosel (Kędzierzyn Koźle). Von dort geht es zurück nach Oppeln.

6. Tag

Mittwoch, 14. September: Literatur, Volkstumskampf und Minderheitenschule
Am Vormittag hören wir einen Vortrag von Alfred Theisen über Oberschlesiens Beitrag zur deutschen Literatur. Durch die Vorstellung zahlreicher bekannter und weniger bekannter Autoren erfahren wir, dass nicht nur Niederschlesien, sondern auch Oberschlesien einen herausragenden Beitrag zur deutschen Literaturgeschichte hervorgebracht hat. Am Nachmittag findet ein Vortrag des Publizisten und langjährigen Autors von „Schlesien heute“, Dawid Smolorz, zum Thema „Oberschlesien vor 100 Jahren: Volkstumskampf und Teilung“ statt.
Anschließend besuchen wir eine bilinguale Bildungseinrichtung des Schulvereins „Pro liberis Silesiae“ in Raschau, wo oberschlesische Kinder in vorbildlicher Weise schon im Kindergarten und anschließend in der Schule auch wieder die deutsche Muttersprache erlernen. Für seinen vorbildlichen Einsatz wurde der Verein Pro Liberis Silesiae 2019 mit dem Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.
Das Abendessen in einem oberschlesischen Gasthaus wird eingebunden in einen „Oberschlesischen Abend“ mit einem Konzert von „Norbert und Aneta“, ein erfolgreiches Musik-Duo aus den Reihen der Deutschen Minderheit mit einem Repertoire von der Volksmusik bis zur Oper.

7. Tag

Donnerstag, 15. September: Kattowitz und Schloss Alt Tarnowitz
Zunächst besuchen wir Kattowitz (Katowice), Hauptstadt des oberschlesischen Reviers, die heute mit neuen Wirtschaftszweigen wieder pulsiert und neben der Breslauer Region ein zweites starkes wirtschaftliches Herz in Schlesien bildet. Kattowitz überrascht mit prächtigen Jugendstilhäusern, futuristischer Architektur, einem historischen Bergwerk und einer bunten Kulturszene. Seit 1989 entwickelt sich die Stadt immer mehr von einem Zentrum der Montanindustrie in eine moderne, von Informationstechnik und Wissenschaft geprägte Kulturstadt. Wir besuchen das Schlesische Museum, die Bergbau-Siedlung Nikischschacht und das Bergwerk Wujek, einem symbolischen Ort für den antikommunistischen Widerstand der 1980er Jahre im Revier.
Danach fahren wirzum Schloss Alt Tarnowitz (Stare Tarnowice), das durch Krystyna und Rajner Smolorz bis Ende 2010 umfassend renoviert wurde. Hier befindet sich ein Zentrum für Kunst und altes Handwerk. In einem ehemaligen Wirtschaftsgebäude befindet sich ein Restaurant mit urigem Mobilar und guter oberschlesisch-polnischer Küche, wo wir zu Abend speisen werden. Anschließend kehren wir zu unserem Hotel nach Oppeln zurück

8. Tag

Freitag,16. September: Autonomiebewegung und Sowjetzeit
Am Freitagmorgen wird der Kunsthistoriker Dr. Jerzy Gorzelik, ehemaliger Vizemarschall und Vorsitzender der Bewegung für die Autonomie Oberschlesiens zum Thema „Geschichte und Perspektiven der Autonomiebewegung in Oberschlesien“ sprechen.
Nachmittags findet dann eine Gesprächsrunde mit Sebastian Rosenbaum, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Nationales Gedenken in Kattowitz, zur Aufarbeitung stalinistischen Unrechts in Oberschlesien statt.
Gast eines Gespräches nach dem Abendessen ist Lucian Dzumla, Direktor des Hauses für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit, der uns den oft nicht einfachen, völkerverbindenden Einsatz seiner Institution vorstellen wird.

9. Tag

Sonnabend, 17. September: Neisse, und Beethoven-Festival in Oberglogau
Der Vormittag gehört Neisse (Nysa), dem „Schlesischen Rom“, wie die Festungsstadt auch wegen der vielen sakralen Bauten genannt wird. Der Nobelpreisträger Konrad Bloch, Deutschlands bekanntester Zoologe Prof. Bernhard Grzimek, die Selige Maria Merkert oder der Dichter Max Hermann stammen aus dieser Stadt. Wir sehen beim Rundgang nicht nur viele aus Trümmern wieder aufgebaute Baudenkmäler, sondern auch das Grab des und großen Romantikers Joseph von Eichendorff.
Nach der Mittagspause fahren wir nach Oberglogau (Głogówek) mit einem kurzen Zwischenstopp beim malerischen Schloss Moschen, für viele mit seinen 99 Türmen das schönste Schloss in Schlesien. Sehenswert ist die große Parkanlage mit über 300 Jahre alten Eichen und Kanälen mit Brücken, die teilweise im französischen und niederländischen Stil erbaut sind.
Oberglogau wurde zu sowjetischen Zeiten auch „Klein Berlin“ genannt, weil hier ungeachtet aller Repressalien auf der Straße Deutsch gesprochen wurde. Im dortigen Schloss der Grafen von Oppersdorff war 1806 Ludwig van Beethoven zu Gast und schenkte dem Grafen von Oppersdorff die IV. Symphonie in B-dur op. 60. Wir machen einen Stadtrundgang mit dem Direktor des Stadtmuseums und Ideenstifters des Beethovenfestivals, Aleksander Cybura.
Anschließend besuchen wir ein Konzert des Beethovens-Festivals von Martin Garcia aus Spanien, Gewinner des letztjährigen Chopin-Festivals in Bad Reinerz (Duszniki-Zdrój).

10. Tag

Sonntag, 15. Mai 2022 Rückreise, Blücher-Schloss Krieblowitz
Wir starten um 10 Uhr die Rückreise. Unterwegs machen wir eventuell einen kurzen Zwischenstopp mit Kaffeetrinken beim Blücherschloss in Krieblowitz (Krobielowice) bei Breslau. Gegen 14 Uhr werden wir in Görlitz, gegen 15.30 Uhr in Dresden und gegen 16.30 Uhr in Berlin eintreffen.
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Datum:
vom 16. bis 18. September 2022
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